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Wie haben die Kister Minis in Zeiten von Corona gemacht? Sie haben sich was einfallen lassen! Davon berichtet Oberministrant Jan in seinem Jahresrückblick: 

Keine große Ministrantenschar, auch bei Hochfesten lediglich 6 Minis – so schaut die Realität in Gottesdiensten bei den Kister Minis aktuell leider noch aus. Die Corona-Pandemie hat auch in dieser Gruppe aus mittlerweile 47 Kister Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einiges durcheinandergewirbelt.

Zum einen hat die Pandemie Änderungen im allwöchentlichen Dienst mit sich gebracht. Beispielsweise kam der Desinfektionsmittel-Dienst (im Mini-Jargon kurz „Desi-Dienst“ genannt) bei der Kommunion neu dazu für den Fall, dass es beim Austeilen der Hostie zu einem Kontakt zwischen Priester und Kirchenbesuchern kommt. Da außerdem durch die lange Zeit ohne Gottesdienste einiges in Vergessenheit geriet, wurde im Juni auch extra ein Ministranten-Lehrvideo angefertigt, damit alle Minis auf die neuen Aufgaben vorbereitet waren.

Darüber hinaus gab auch bei den Ministrantenaktionen viele Einschränkungen, man musste kreativ werden und so wurde einiges anders als es sich in den letzten Jahren etabliert hatte. Der Mini-Fasching im Februar – mittlerweile schon die sechste Auflage der stets überaus beliebten Aktion – wurde zum Beispiel in Form einer Zoom-Konferenz durchgeführt. Entgegen anfänglicher Befürchtungen konnten alle Teilnehmer den Alltag in knapp zwei Stunden mit vollgefülltem und buntem Programm vergessen, in dem unter anderem mit Kurzvideos auf die Highlights der ersten fünf Auflagen zurückgeblickt wurde. Außerdem kam beim gemeinsamen, wenn auch räumlich distanzierten, Mittanzen und -klatschen zum „Fliegerlied“ eine richtige Faschingsstimmung auf.

In den Sommermonaten konnten dann glücklicherweise sogar „normale“ Aktionen wie ein Sommerfest im Kindergartenhof mit Grillen, Feuerkorb und Nachtwanderung sowie eine Wanderung zum Blutsee durchgeführt werden.

Ein wahres Highlight im letzten Jahresdrittel war, dass wir Minis unseren Miniraum im Obergeschoss des Pfarrheims wieder zurückbekommen haben, nachdem die übergangsweise einquartierten Gruppen des Kindergartens die Räumlichkeiten zum Start der Sommerferien verlassen hatten. Dieser wurde fortan eingerichtet und u.a. mit farbiger LED-Leiste und Steckbriefen aller Minis versehen. Darin konnten schließlich einige schöne, spaßige, spontane Abende mit großen und kleinen Minis verbracht werden, welche die Gemeinschaft definitiv gestärkt haben!

Erstmalig wurden im Oktober und November dann auch regelmäßige Gruppenstunden in Kleingruppen von erfahrenen Ministranten durchgeführt. Bei dieser sogenannten Aktion „Minis Next Generation“, bei der es um Themen wie den Messablauf oder das Ministrieren im Hochamt ging, konnten Wissenslücken zum Ministrantendienst teils spielerisch behoben werden. Zudem haben sich die Minis dadurch wieder voll und ganz in ihrem Miniraum eingelebt.

Wie sehr sich alle auf Normalität freuen, konnte man an Allerheiligen sehen. Beim abendlichen Rosenkranz standen auf dem Friedhof sage und schreibe 22 Ministranten mit Fackeln und im Abstand in Reih und Glied vor dem Kreuz und gaben ein beeindruckendes Bild ab.

Generell bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt. Doch eines ist gewiss: die Kister Minis finden immer Wege und Möglichkeiten, um weiterhin eine lebendige Gemeinschaft zu sein!

Das Leitungsteam der Kister Minis

(Alle Fotos: Minis Kist) 

 

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