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40 begeisterte Kinder und Jugendliche aus Waldbüttelbrunn, Eisingen, Waldbrunn und Umgebung erlebten mit ihren Betreuern eine aufregende Reise in die Steinzeit. Nach einem Jahr Zwangspause konnte das ProKi-Zeltlager in Heimbuchenthal im Spessart stattfinden.

Doppelt Abschied nehmen hieß es für die Pfarreiengemeinschaft am letzten Julisonntag. Die Gemeinde Reichenberg wechselt zum 1. September nach Rottenbauer und Gemeindereferentin Laura Heinrich geht in die kirchliche Jugendarbeit. Robert Menschick hat hierzu einen Bericht verfasst:

Neuer Pfarrer für Reichenberg ist ab 1. September Pfarrer Alfred Kraus von der Pfarreiengemeinschaft Joseba (Rottenbauer/Heuchelhof), zu der dann auch Reichenberg gehört.

Die Zeit rückt näher für die Reichenberger Katholiken, um sich von der Pfarreiengemeinschaft Kreuz Christi (mit Eisingen, Kist, Waldbrunn) zu verabschieden und sich auf die Eingliederung in die Pfarreiengemeinschaft Joseba (mit St. Josef Rottenbauer und St. Sebastian Heuchelhof) vorzubereiten.

Das Reichenberger Pfarrfest am Unteren Weinberg konnte auch in diesem Jahr wegen der Pandemie nicht stattfinden.

Die letzten rund zehn Jahre wurden die Reichenberger Katholiken nicht vom vollständigen Klang der drei Glocken des Geläuts ihrer Kirche zu den Gottesdiensten gerufen.

Wieder ohne Prozession, aber mit prächtigen Blumenteppichen, feierten die Christen unsere Pfarreiengemeinschaft das Fronleichnamsfest. 

Hilfe, die garantiert ankommt, verspricht die Projektgruppe der Pfarrgemeinde Kist, die bereits seit mehreren Jahren das Dorf Nkile in Tansania unterstützt. Pfarrer Silverius betreut die Gemeinde in unserem Partnerbistum und war bereits mehrfach in Kist zur Sommervertretung.  

Aufgrund der angespannten Corona-Situation stimmten Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung mit Unterstützung des Seelsorgerteams gegen die Durchführung von Präsenzgottesdiensten an den Kar- und Ostertagen.

Was macht die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten besonders? Und was hat sie mit uns heute zu tun? Darüber geht es im geistlichen Wort. 

 

Wer die biblischen Geschichten zwischen Ostern und Pfingsten verfolgt, der spürt, dass dies eine besondere Zeit ist. Die Jünger begreifen nach und nach, dass Ostern und die Auferstehung wirklich geschehen sind. Immer wieder begegnet Jesus ihnen, oft überraschend und unerwartet. Es ist zugleich eine Zeit des Übergangs, der Heilige Geist von Pfingsten ist noch nicht da. Die Freunde Jesu treten noch nicht nach außen, sie bleiben unter sich. Die Kirche muss sich erst entwickeln.

Manchmal denke ich, dass wir uns gegenwärtig auch in einer solchen Zeit des Übergangs befinden. Gesellschaftliche Entwicklungen sind von der Corona-Krise noch beschleunigt worden. So müssen auch wir uns kirchlich neu definieren.

Kirchliche Entwicklungen sind stark spürbar: Viele Frauen fordern selbstbewusst neue Rollen in der Kirche für sich ein, der synodale Weg benennt und diskutiert,

wo sich Kirche weiter entwickeln muss. Und leider reißen die Nachrichten über sexuelle Gewalt in der Kirche nicht ab.

Die Umsetzung der Hygiene-Vorgaben fordert alle kirchlichen Verantwortlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen stark. Zuletzt haben die Räte in Reichenberg daher leider entscheiden müssen, deshalb im April die Gottesdienste auszusetzen. Gottesdienste im Onlineformat sind neu entstanden, neue Gottesdienstformen im Freien und über die Eucharistiefeier hinaus sprechen Menschen in anderer Form an. Der Wandel ist spürbar, wohin genau aber die Entwicklung geht, ist noch nicht absehbar.

Wie wir diese Zeit bewältigen können, zeigen uns die biblischen Geschichten: Beten wir auch wie die Jünger UND die Frauen der jungen Kirche um den Heiligen Geist. Mit Gottes Kraft können wir uns auch den kommenden Herausforderungen stellen.
Bernd Müller, Gemeindereferent

Was haben die Kister Minis in den Kar- und Ostertagen gemacht? Was war in Corona-Zeiten möglich? Dazu hat Oberministrant Jan Bichler einen Bericht verfasst.                                                                                                                                       

Die Ostertage sind das Highlight im Jahr der Ministranten. In der ersten Ferienwoche vor Ostern steht dabei im Normalfall der Osterkerzenverkauf an, bei dem die Ministranten an jedem Haus vorbeischauen. Doch Corona macht vieles anders und so wurden die Osterkerzen nur vor und nach den Gottesdiensten in dieser Woche in der Kirche verkauft. Stattdessen gab es für alle interessierten Minis zusätzlich eine Osterkerzenbastelaktion, wo sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Durch ausgeteilte Basteltütchen konnte dabei jeder Ministrant zu Hause ein eigenes Osterkerzchen mit Wachsplättchen verzieren.

Beim Klappern hingegen konnten die Minis nach dem Balkonklappern im vergangenen Jahr dieses Mal erfreulicherweise wieder durch die Kister Straßen ziehen. Dies war durch die geltenden Corona-Regelungen zwar nur in Kleingruppen bestehend aus Klapperern aus zwei Haushalten möglich, aber wenigstens konnten durch diese Ostertradition alle wieder ein Stück Normalität erleben. Dabei haben sich insgesamt 44 Klapperer in ganz Kist (darunter 38 Minis) beteiligt, woran sich erkennen lässt, wie sehr sich die Minis auf diese Aktivität gefreut haben.

Zum Klappern gehört normalerweise natürlich auch das Einsammeln des Ministranten- und Klapperlohns am Karsamstag. Da eine Spendensammlung an den Haustüren zum aktuellen Zeitpunkt nicht erlaubt ist, wird das zu einem späteren Zeitpunkt – sofern es die Corona-Situation bis dahin zulässt, vermutlich an Pfingsten – nachgeholt.

In der Kister Kirche jedoch gab es an den Ostertagen die üblichen Ostergottesdienste, welche zum Teil so schön waren, dass man Corona für einige Zeit vergessen konnte. Es war zwar nicht die für große Feste im Kirchenjahr übliche Ministrantenschar rund um den Altar versammelt, sondern lediglich jeweils Ministranten aus vier Haushalten. Doch vor allem in der Osternacht, bei der Anna Schäfer nach außerordentlichen 14 Jahren als Ministrantin zum letzten Mal ihren Dienst ausgeübt hat, waren auch einige Minis als Teil der Kirchengemeinde dabei und bescherten ihr nach 8 Jahren im Leitungsteam und über 1.700 Ministrantenpunkten einen würdigen Abschied. Besonders feierlich war auch die Messfeier am Ostermontag, in der die Jugendband „One Of Us“ für die musikalische Gestaltung gesorgt hat und es dadurch wenigstens etwas Gesang zum Osterfest gegeben hat.

Außerdem waren drei Minis auch bei der ökumenischen Andacht an der Seniorenresidenz am Vormittag des Ostersonntags vertreten. Dort stellten sie vor dem Eingang einen Strauß an Palmwedeln mit bunt bemalten Ostereiern für die Bewohner ab, welche die ein oder andere Ministrantin zuvor gestaltet hatte.

Letztendlich wurde in Kist also trotz Corona das Beste aus der Situation herausgeholt und besonders die Kister Minis hatten richtig schöne Ostertage.

Verfasser: Jan Bichler.  Alle Fotos: Ministranten Kist

 

Viele positives Feedback gab es für den ökumenischen Osterrundweg in Eisingen, der in diesem Jahr zum ersten Mal von Kindergottesdienstteam organisiert und gestaltet wurde. Auch die Philippuskirche beteiligte sich mit einem Fenster zum letzten Abendmahl/Gründonnerstag.

 
Als Alternative zu seinen Online-Gottesdiensten dachte sich das ehrenamtliche katholische Kindergottesdienstteam einen Osterrundweg mit Unterstützung der evangelischen Pfarrkirche aus. Hier konnten Kinder mit ihren Familien an fünf Stationen halt machen und die Ostergeschichte erfahren. Den Einzug nach Jerusalem gab es am Pfarrhaus, das Abendmahl in Lebensgröße an der evangelischen Philippuskirche, Jesus Kreuzigung am Kister Kreuz zu erkunden. An der Aussegnungshalle am Eisinger Friedhof sahen die Kinder Jesus im Licht. Den Höhepunkt stellte die Auferstehung im Ostergarten am Nikolaussaal dar, bei dem auch das Foto entstand.
An jeder Station konnten die Besucher singen, beten oder basteln, alles natürlich mit den Hygieneschutzmaßnahmen coronakonform. Vielen Besucher hinterließen einen Schmetterling auf dem vorbereiteten Plakat und zeigten die große Resonanz der Aktion.

Die Kindergottesdienste finden momentan ausschließlich online statt. Infos dazu gibt es unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Foto: Michael Langenhorst

BU: Mitglieder des Kindergottesdienstteams an der letzten Station des ökumenischen Osterrundweges, der Auferstehung Jesus.

 

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