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Romantik pur - Frühmessen in Eisingen – Auch in diesem Jahr wurde in der katholischen Sankt Nikolauskirche jeden Freitag im Advent um 6.00 Uhr in der Früh, in der Dunkelheit bei warmen Kerzenschein, Rorate-Messe gefeiert. Im Anschluss bereitete der Pfarrgemeinderat, wie in jedem Jahr, ein gemeinsames Frühstück für die Gottesdienstbesucher vor. Dabei bringen einige Teilnehmer Kaffee oder Tee mit. Frische Hörnchen vom Bäcker und selbst gebackene Kuchen ergänzen das Frühstück.

Pfarrer Dr. Jerzy Jelonek feierte traditionell die heilige Messe im weißem Messgewand. Nach der Kommunion und dem Dankeslied, wurde noch eine kleine Meditation und am Schluss der „Engel des Herrn“ (Angelus) gebetet. Die Roratemesse lässt die Kirche bei Kerzenschein als Ort des Lichtes und der Gemeinschaft erleben, schenkt dem Besucher Geborgenheit und weckt Emotionen in der Zeit der Vorbereitung auf das Kommen des Herrn.

Was ist das Rorate? In der einen Gemeinde wird die Werktagsmesse im Advent einfach so genannt, in der anderen ist es eine eigene Gottesdienstform.

Bis zur liturgischen Erneuerung nach dem 2. Vatikanischen Konzil war die Rorate-Messe eine Votivmesse zu Ehren Marias, wobei immer die gleichen Texte verwendet wurden. Die Messe begann mit dem Eröffnungsvers: „Rorate coeli desuper ...“ -“Tauet, Himmel, von oben ...“ Die Farbe der Gewänder war immer weiß, obwohl die Farbe für den Advent violett ist. Nach dieser Erneuerung wurde der Akzent im Advent stärker auf die Erwartung des Herrn gelegt, die einzelnen Tage erhielten je ein komplettes Messformular mit eigenen Schriftlesungen. Damit wurde dem ursprünglichen Namen „Rorate“ wieder mehr Rechnung getragen, denn der Ruf „rorate coeli desuper“ artikuliert die sehnsüchtige Erwartung des Volkes Gottes auf die Ankunft des Herrn.

Aus dem Rorate haben sich im 15. und 18. Jahrhundert die bekannten Adventslieder "O Heiland, reiß die Himmel auf" und "Tauet, Himmel, den Gerechten" entwickelt.

Diese Informationen wurden zum Teil aus dem Internet entnommen.

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